Filmtipp: 'The Giver - Hüter der Erinnerung'

Veröffentlicht auf 4. Oktober 2014

Filmtipp: 'The Giver - Hüter der Erinnerung'

Ich war mit zwei Freundinnen im Kino und habe mir "The Giver" angesehen. Das war gestern. Irgendwie weiß ich bis heute nicht was ich über ihn sagen soll...

"The Giver - Hüter der Erinnerung" basiert auf einem Roman von Lois Lowry der bereits 1993 erschien. Nun wurde das Buch also verfilmt. Leider hab ich es nicht gelesen, aber eine Freundin meinte, dass der Film nicht so sehr nah am Buch ist. Zudem soll das Buch auch noch verwirrender sein als der Film und da sind wir auch schon beim Problem das ich mit dem Film hatte und auch noch habe. Ich bin einfach sehr verwirrt gewesen im Kino und hätte gerne ein paar Antworten bekommen. Anfangs kommt man eigentlich ziemlich gut rein, vor allem wenn man Erfahrung mit Dystopien hat (z.B. "Divergent", "Hunger Games"), doch dann werden tausend neue Fragen aufgeworfen, der Film fängt an keinen Sinn mehr zu machen und endet nach nur 97 Minuten ziemlich abrupt. Ich saß im Kino und hab mir mit den Anderen den kompletten Abspann angesehen in der Hoffnung, dass es einen Epilog gibt der mir sagt wie der Film endet. Doch es kam nichts und bis jetzt warte ich irgendwie darauf. Auch im Buch soll es kein richtiges Ende geben und irgendwie stört mich das ehrlich. Ansonsten war der Film aber eigentlich ganz gut!

Die Hauptperson Jonas wird gespielt von Brenton Thwaites, Jonas ist im Film 16 Jahre alt (im Buch soll er wohl erst 12 sein) und lebt in einer Zukunftswelt. Einer Welt die man vielleicht als Utopia bezeichnen könnte. Es gibt keine Kriege, keine Armut, keine Gewalt, keinen Hass, nichts was irgendwie schlecht sein könnte. Doch all das ist nicht natürlich so, die Menschen zahlen einen hohen Preis für diese Welt. Jeder Mensch muss sich jeden Morgen einer Injektion eines Medikaments unterziehen. Dadurch verschwinden Farben, Gefühle und Emotionen, sodass es keinen Hass und auch keinen Neid, aber auch keine Freude, kein Glück und keine Liebe geben kann. Alle Menschen sind einheitlich, jeder lebt in vollkommener Gleichheit. So ähnlich kennt man das ja zum Beispiel auch schon aus "Divergent", man könnte diese Welt hier als Mischung der Fraktionen Altruan, Candor und Amite vergleichen. Da es das Buch "Hüter der Erinnerung" aber vorher gab weiß man jetzt nicht in wie weit da irgendwie kopiert ist oder vielleicht sich einfach nur Sachen überschneiden. Auf jeden Fall wird jedem in einem bestimmten Alter ein Beruf zugeteilt in welchem man arbeitet muss. Ein Rat beobachtet jeden und wählt dann deinen Beruf für dich aus. Jonas jedoch ist anders als die Anderen. Ihm wird kein normaler Beruf zugewiesen. Er wird als neuer Hüter der Erinnerung auserwählt und muss sich nun einer Ausbildung bei dem alten Hüter (wundervoll gespielt von Jeff Bridges) unterziehen. Der Hüter der Erinnerung soll dem Rat beiseite stehen und Helfen die Welt besser zu machen in dem er die Fehler der Vergangenheit kennt und mit dem Rat bespricht. Als Jonas dann aber anfängt seine Injektionen wegzulassen und mehr und mehr über die eigentlich/alte Welt erfährt, an welche er die Erinnerung bewahren muss, fängt er an an dem System zu zweifeln und will unbedingt alles dafür tun, dass es wieder so ist wie es einmal war, also so wie es bei uns jetzt ist. Denn für ihn ist dieses perfekte Leben nichts wert wenn es keine Freude und keine Liebe gibt, wenn die Menschen für das angebliche Wohl aller belogen werden und er mit ansehen muss wie sein Vater (Alexander Skarsgård) unwissentlich Menschen umbringt. Diese Aspekte stellt der Film gut dar und es ist auch wirklich interessant und anders mit anzusehen. Als es jedoch darum geht wie alles enden wird lässt der Film einen im Dunkeln stehen und das fand ich ziemlich doof. Auch so an sich ist der Film ganz anders. Zum größten Teil ist er schwarz weiß und wird erst später farbig. Die Kameraführung und auch der Schnitt sind irgendwie einzigartig. Was aber echt komisch am Film ist, sind die Flashbacks und die Erinnerung. Diese wurden anscheinend nicht für den Film gedreht, sind oft von schlechter Qualität und sehr seltsam zusammen geschnitten. Ansonsten ist der Film aber schon sehenswert. Die Schauspieler leisten gute Arbeit, auch die Ausstattung und einfach die Idee hinter der Geschichte haben mir wirklich gut gefallen. Trotzdem ist es eher ein Film für Fans von Dystopien und Menschen die kein Problem damit haben wenn ein Film mehr Fragen aufwirft als sie zu klären.

"The Giver - Hüter der Erinnerung" läuft schon im Kino. Wenn euch der Trailer gefällt solltet ihr ihn euch ansehen, der Trailer gibt einen sehr guten Vorgeschmack auf den Film. Wie gesagt der Film ist sehr verwirrend, trotzdem aber sehenswert. Schön ist es auch neue Gesichter (z.B. Brenton Thwaites, Odeya Rush, Cameron Monaghan) neben bekannten Schauspielern wie Jeff Bridges, Maryl Streep (mit komischer Perücke!?), Katie Holmes, Taylor Swift (nur ein kleiner Auftritt, hab sie erst mal gar nicht erkannt...) und Alexander Skarsgård zu sehen.

May♥

Geschrieben von May

Veröffentlicht in #Filmtipp

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